Donnerstag, 3. August 2017

Negative Erlebnisse

In den letzten Tagen hatte ich zwei Erlebnisse, von denen ich euch berichten möchte.

Das erste Ereignis passierte, als ich den Baumarkt im Nachbarort besuchte. Ich hatte ein paar Pflanzen eingekauft und als ich alles ins Auto geladen und den Einkaufswagen zurückgebracht hatte, sah ich eine Frau auf einem Fahrrad von der Straße in die Einfahrt zum Baumarkt-Parkplatz einbiegen. Am Lenker des Rades hingen zwei riesige prall gefüllte Taschen, der Korb auf dem Gepäckträger war überquellend voll und sie zog einen ebenfalls randvollen Fahrrad-Anhänger hinter sich her. Als direkt in der Einfahrt eine der Taschen platzte oder der Henkel riss, war mir auch klar, welche Ladung sie transportierte: Es waren leere Flaschen. Nun ist gegen das Flaschen sammeln nichts zu sagen, im Gegenteil. 
Doch nun beobachtete ich, dass die Frau die heil gebliebenen Flaschen wieder einsammelte, sich auf ihr Transport-Fahrrad setzte und davon fuhr. Der Riesenhaufen Scherben blieb mitten in der Einfahrt liegen, so nach dem Motto, wird sich schon jemand darum kümmern.
Und wer hat sich gekümmert? ICH!
Warum tue ich das? Weil ich so erzogen wurde!
Schließlich können die Scherben Kinder oder Tiere verletzen, es können Fahrrad-Reifen und evtl. sogar Auto-Reifen aufgeschlitzt werden.
Im Baumarkt holte ich mir einen Besen und bat den jungen Mann, der ihn mir gab, doch mit einer Schaufel und einem kleinen Besen nachzukommen. Zusammen beseitigten wir dann die Hinterlassenschaft der Flaschen-Sammlerin. 
Der junge Mann fragte nur ganz verwundert, 
warum die Frau nicht selbst gekommen war und um den Besen gefragt hat. 
Das möchte ich allerdings auch gerne wissen.

Foto via Internet

Das zweite Erlebnis war etwas unbedeutender, 
aber doch auch wieder sehr bezeichnend.
Ich stand im Supermarkt an der Kasse, ich war die dritte in der Schlange.
Ein Mann bezahlte seine Einkäufe, nahm den Kassenzettel und warf ihn auf den Boden. 
Dann verließ er den Laden. 
Hinter ihm stand eine junge Mutter mit ihrem etwa 3-jährigen Kind. 
Das Kind bückte sich sofort und hob das Papier auf. 
Die Mutter: "Laß´ das, schmeiß das wieder hin!". 
So geht Erziehung heute!

So, das musste ich heute loswerden. 
Ich bin jedesmal fassungslos, wenn ich sehe, wie Papier, Getränkedosen, Flaschen, Verpackungen usw. einfach weggeworfen werden, obwohl ein paar Schritte weiter ein Abfallkorb steht.  
So passiert es auch ständig in meinem Vorgarten.

Wenn mir eine Fee oder ein Flaschengeist eines Tages drei Wünsche gewährt, 
wäre einer davon folgender:
All das, was Leute so achtlos in die Gegend werfen, 
sollte ihnen ein Leben lang in einer Schlange nachfolgen, ohne dass sie es abschütteln können. 
Ich denke, das würde sehr erzieherisch wirken! 


Kommentare:

  1. Das ist wirklich fürchterlich. Die Menschen kümmert es wirklich nicht, zumindest viele.und so gehen sie leider oft auch mit ihren Mitmenschen um.Das ist traurig.
    Liebe Grüße Stella

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  2. Picasso hat mal über Frauen gesagt, es gibt Fußabstreifer und es gibt Göttinnen. Und in unserer Gesellschaft gibt es Menschen, die verhalten sich wie letztere und finden, es ist ihr gutes Recht, dass andere ihren Dreck wegmachen. Es ist sicher nicht nur Erziehungssache, sondern auch eine Frage des Selbstverständnisses. Auf höchster Ebene trifft man das ja auch immer an.
    Übrigens habe ich auf einen ähnlichen Post, bei dem es um Reaktionen auf höfliches, unterstützendes Verhalten durch Ältere zugunsten von jüngeren ging, nicht nur verständnisvolle Kommentare erhalten...
    GLG
    Astrid

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  3. Oh ja, dem Wunsch schließe ich mich ab. Aller weggeworfene "Abfall" soll dem Verursacher ein Leben lang anhängen.
    Ich verzichte gleich auf den Bon da ich äußerst selten meine Einkäufe "nachkontrolliere". Alles was mir auf den Boden fällt, wegweht oder sonstwie in die Umwlr abhanden kommt versuche ich wieder einzufangen. Ich habe es so gelernt und habe es meinen Kinder und Enkelkindern beigebracht.
    Fürchterlich aufregen kann ich mich über Zeitgenossen, die ihre Zigarettenkippen und anderen Abfall während der Fahrt aus dem Autofenster "entsorgen". Man sollte den Müll einsammeln und ihnen in die Wohnung kippen.
    Liebe Grüße, Inge

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  4. Ich finde beide Vorfälle schlimm. Im Kleinen fängt es schon an. Ich möchte immer mal wissen, was sich solche Leute denken....Es wird schon jemand wegräumen? Oder denken solche Menschen gar nichts? Traurig, traurig....
    Liebe Grüße
    Anette

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  5. deinen Ärger und fassungslosigkeit kann ich sehr gut verstehen.
    Die Mutter wollte wohl nicht, dass das Kind schmutzige Hände bekommt.
    Dann allerdings hätte sie dem jungen laut hinterher rufen können:
    " Sie haben etwas vergessen!"
    Das mache ich dann auch öfter und es wirkt meistens in solchen Situationen!

    Als ich noch in der Schulküche tätig war, war eine große Aufgabe auch Erziehung zur Rücksichtsnahme.
    Einmal war ich auch fassungslos, als ein lustloster Schüler alles schmutzige Geschirr im Schrank verstaute!
    Nur gab es eine rechtzeitige Küchenkontrolle und alles, auch die Schränke musste abgewaschen und gereinigt werden.
    Das versuchte später niemand mehr. Und es sprach sich rum!
    Vor allem wurden spätere Mitschüler dadurch im Unterricht behindert!

    Also laut rufen hilft auch manches mal!
    lg Frauke

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  6. Deine erzieherische Idee am Schluß des Beitrages finde ich großartig! Das hätte was..
    Und sei bedankt für Dein Handeln.

    LG Elena

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  7. Wie oft kriege ich sowas mit und kann es auch nicht mit ansehen. In der Nacht zum ersten Mai, haben wohl viele bei uns im Wald gefeiert. Neben den Wegen habe ich immer wieder Bierflaschen gefunden und mitgenommen. Ich kann das dann nicht liegen lassen und weitergehen als ob es mich nichts angeht. Und dabei waren die Flaschen nicht mal kaputt.
    Da ist unsere Generation einfach zu mehr Verantwortung erzogen worden.
    LG Donna G.

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  8. habe in erinnerung einen alten mann der den weg zum waldeingang in meinem geburstort immer mit seinem rasenmäher sauber gehaltet hat * ob nun jetzt nachdem er nicht mehr lebt, jemand dort es weitermacht ?

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